| Christoffel Blinden Mission | ||
| Christoffel-Blindenmission macht Schönberg
weltweit bekannt Seit 35 Jahren fühlt sich die CBM in der Nibelungenstraße 124 heimisch - Heute in mehr als 100 Ländern aktiv "Das Haus und Anwesen in Bensheim-Schönberg bietet so viel Platz, dass wir hier auf lange Sicht die Möglichkeit haben dürften, nicht nur Mitarbeiter unterzubringen und zu schulen, sondern auch Missionsfeste durchzuführen, erholungsbedürftige Mitarbeiter aus Übersee in ihrem Heimaturlaub aufzunehmen sowie alle sonstigen Gäste aus dem In- und Ausland angemessen zu beherbergen." So begründete die Christoffel-Blindenmission in einem Freundesbrief Ende April 1968 den Umzug der Missionszentrale von Bad Sachsa im Südharz nach Südhessen. < p> All diese Hoffnungen und Erwartungen haben sich in den vergangenen 35 Jahren mehr als erfüllt: Die CBM ist in der Nibelungenstraße 124 schnell heimisch geworden und hat - sozusagen im Gegenzug - den Namen des Bensheimer Stadtteils in die weite Welt getragen. Doch nicht nur das übernommene Gebäude, das zuvor jahrzehntelang als Erholungsheim betrieben wurde (im Freundesbrief wurde es mit "alt, aber baulich noch gut instand, durchweg renoviert und sehr geräumig" beschrieben), sprach für Schönberg: Die zentrale Lage mitten in Deutschland, die gute Verkehrsanbindung, die Eisenbahnanschlüsse und die Nähe zum Flughafen waren für ein weltweit arbeitendes Werk wie die CBM wichtige Voraussetzungen. Das im damaligen Zonenrandgebiet liegende Bad Sachsa hatte deutlich schlechtere Karten. Der Umzug selbst wurde - so ist in alten Freundesbriefen nachzulesen - für den 15./16. Mai 1968 terminiert. Nach der Statistik gab es damals zehn Länder, in denen in 22 Hilfsprojekte gefördert und im Jahr etwa 1.000 Patienten am Grauen Star operiert wurden. Heute wird die Arbeit von Schönberg aus in mehr als 100 Ländern der "Dritten Welt" betreut. Die Mitarbeiter in der Überseeabteilung rund 1.000 Entwicklungsprojekte - vom Augenhospital in Nepal über das Blindheitsverhütungsprogramm in Westafrika bis hin zur Hörgeschädigtenschule in Brasilien - koordinieren. Anfang des Jahres wurde die Schallmauer von fünf Millionen Operationen am Grauen Star überschritten. Zuletzt waren es immer mehr als 400.000 pro Jahr - etwa so viele wie in ganz Deutschland. Für die Region bedeutete die CBM auch einen nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor: in den dreieinhalb Jahrzehnten haben viele Frauen und Männer aus Schönberg und dem Lautertal einen bislang vergleichsweise sicheren Anstellung gefunden. Heute bietet die CBM rund 150 Arbeitsplätze: Vom Direktorium über Kontinentalreferenten, Öffentlichkeitsfachleute bis hin zum Küchenpersonal, wobei Letzteres dafür sorgt, dass das gute Essen in der werkseigenen Küche weit über die Grenzen Schönbergs hinaus bekannt ist. Das mag ein Grund mit dafür sein, dass das vor wenigen Jahren neu erbaute Gästehaus auch von externen Gruppen und Organisationen sehr gut frequentiert wird. Seit rund zehn Jahren ist die CBM-Zentrale ein beliebter Anlaufpunkt für Gruppen, die die Missionsausstellung besuchen, Filme über die Arbeit in Afrika, Asien oder Lateinamerika ansehen und Hilfsmittel für Blinde testen möchten. Die rund eineinhalbstündigen Führungen werden vor allem von Konfirmandengruppen, Kirchengemeinden, Schulklassen und Frauengruppen genutzt. Zu den prominentesten Besuchern in Schönberg zählten bislang Christiane Herzog, Hans Eichel und Dr. Wolfgang Schäuble. Hinzu kommen zahlreiche Gäste aus Afrika, Asien und Lateinamerika, die sich in der Übersee-Abteilung über die Arbeit der CBM informierten. Mehr Infos im Internet unter www.christoffel-blindenmission.de |
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