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| Die Geschichte des Schlosses | |||
Georg August und Ferdinande Henriette haben zahlreiche Bauten in ihren
Landen aufführen lassen, besonders aber in den ersten Jahren ihrer Ehe das Schönberger
Schloß in den Zustand versetzt, wie es bis zum Ende des 20. Jahrhunderts
bestand. Der älteste Teil des Schlosses wird vermutlich der Silbertum sein, der es zusammen mit dem Torbau zum Berg hin abschließt. Der Tordurchgang und die beiden gekuppelten Fens-ter rechts und links davon stammen aus dem 16. Jahrhundert. Über dem Torbogen findet sich das Wappen des Grafen Johann Casimir, Anno 1624. Im Inneren zeigt der Torbau zwei Renaissance-Portale und das Allianzwappen Erbach-Stolberg für Georg August und Ferdi-nande Henriette. Nach Süden hin entstand 1728/29 unter Georg August aus einem älteren Vorgängerbau der Kaplaneibau oder "Holländische Bau". An ihn schließt sich der zur gleichen Zeit neu aufgeführte Marstall an.
Der Hauptbau, das "Herrenhaus" zeigt ebenfalls im Inneren die Bautätigkeit Georg Augusts. Unter ihm wurde der Weiße Saal im ersten Obergeschoß gestaltet. Neben einer Stuckdecke zieren ihn vier mit Girlanden und Vorhängen umgebene Büsten an den Schmal-seiten, unter denen sich ein Türke mit Turban befindet. Noch 1687 hatte das Erbacher Truppenkontingent und dem badischen Markgrafen, dem "Türkenlouis", bei Belgrad über die Türken den Sieg mit erfochten. Die Stuckdecke hat ein Meister Eberhard Hoffmann aus Bensheim 1828/29 geschaffen. Auch hier im Weißen Saal findet sich das Erbach-Stolberger Allianz-Wappen. Das Erbacher Wappen ziert auch die Bekrönung eines Kachelofens vom Ende des 17. Jahrhunderts. |
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